Über 9’000 Protest-Mails an Sepp Blatter - in nur 4 Tagen

28 Mai 14
Adrian Mahlstein

Seit Sonntag ruft Solidar Suisse dazu auf, Fifa-Präsident Sepp Blatter eine Protest-Mail zu schicken. Der Grund: Während der WM in Brasilien verbannt die Fifa StrassenhändlerInnen von den Stadien, wo sie normalerweise ihre Ware anbieten und entzieht ihnen damit die Lebensgrundlage.

Seit Sonntag ruft Solidar Suisse dazu auf, Fifa-Präsident Sepp Blatter eine Protest-Mail zu schicken. Der Grund: Während der WM in Brasilien verbannt die Fifa StrassenhändlerInnen von den Stadien, wo sie normalerweise ihre Ware anbieten und entzieht ihnen damit die Lebensgrundlage.

Nur die Produkte der offiziellen Fifa-Sponsoren - Coca Cola, Budweiser, McDonalds - dürfen während der WM in Brasilien rund um die Stadien verkauft werden. Dies ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie unfair die WM für die Bevölkerung im Austragungsland ist. Vertreibungen, Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung überschatten die Weltmeisterschaft. Betroffen sind ausgerechnet jene, die bereits jetzt in Armut leben. Dagegen wehrt sich Solidar Suisse: Das Hilfswerk nennt die Fouls beim Namen und fordert Fairplay.

Für den Online-Auftritt der Kampagne nutzt Solidar Suisse erstmals Kampatools, das Online-Kampagnen-Toolkit aus Drupal und Salsa von Kampaweb. Mit dieser Plattform lassen sich alle erdenklichen Aktionen realisieren; von Petitionen- und Protestmail-Aktionen bis hin zu Spenden-Seiten. Die neue viersprachige Aktions-Site von Solidar Suisse kommt in den Farben des WM-Gastgebers Brasilien - in blau, gelb und grün - daher. Die Site ist vollständig responsive, wird also auf allen Geräten, vom Smartphone über das Tablet bis hin zum Desktop-Computer optimiert dargestellt.

Kernstück der Kampagne ist das Video, in welchem Sepp Blatter über den Fussballplatz fegt und einen Strassenhändler mit Bauchladen so foult, dass sein ganzes Hab und Gut durch die Luft fliegt. Dem Protestaufruf sind in nur 4 Tagen bereits über 9000 Menschen aus 85 Ländern gefolgt. Sie haben Sepp Blatter eine persönliche E-Mail in die präsidiale Mailbox geschickt. Fast 90% der TeilnehmerInnen folgten einem Aufruf via E-Mail, doch auch Facebook und Youtube spielen eine wichtige Rolle in der Mobilisierung. Auch in den Medien wurde über die Aktion berichtet, bspw. im Tagesanzeiger und Watson.

Eva Geel, Leiterin Kommunikation und Kampagnen bei Solidar Suisse, ist hocherfreut: “Die komplette Integration der Kampagnen-Website mit der Kontakt-Datenbank, den Online-Aktionen und E-Mail-Marketing lässt uns personalisiert, effizient und zielgerichtet mit unseren UnterstützerInnen kommunizieren. Damit gewinnt Solidar noch einmal deutlich an Schlagkraft in der Kampagnenführung.”

Helfen auch Sie mit für Fairplay an der WM in Brasilien zu sorgen. Schreiben Sie Sepp Blatter noch heute eine Protest-Mail. Vielen Dank!

Die Protest-Mail-Aktion ist die erste von verschiedenen Online-Aktionen. Wir informieren Sie über den weiteren Verlauf der Kampagne mit unserem Newsletter.

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