Wie Sie Ihren Newsletter vor dem Filter-Tod retten

Gmail, einer der grössten E-Mail-Dienste, hat sich dazu entschlossen, seinen Usern von nun an E-Mails in vorgefilterter Ansicht zu präsentieren. Sogenannte Massen-E-Mails (z.B. Newsletter) und E-Mails, die augenscheinlich von Organisationen versendet werden, werden herausgefiltert und in einer separaten Inbox angezeigt.

von Stefanie Gupta

Für jede Organisation, die Newsletter versendet, bedeutet dies eine weitere Hürde, mit ihrem Anliegen tatsächlich zum Unterstützer vorzudringen. Wie sehr Öffnungs- und Klickraten – und damit auch die Weiterleitung auf Spendenformulare und Aktionsseiten – dadurch sinken, bleibt abzuwarten. Noch verwenden die meisten Gmail-User das alte Design, doch dies kann sich schnell ändern, sobald Gmail beginnt die Accounts grossflächig zu aktualisieren.

Bereits jetzt wissen wir allerdings, dass Gmails Filtersystem den Aufbau von E-Mails überprüft. Von wem wurde die Email versendet? Wie ist der Inhalt gegliedert? Wieviele Links gibt es?

Um also die Chancen, doch in die Haupt-Inbox einsortiert zu werden, zu erhöhen, sollten Sie die folgenden Punkte beherzigen:

  • Senden Sie Ihre Newsletter von der realen E-Mail-Adresse einer Person.

  • Sofern Sie ein E-Mail-Template verwenden, halten Sie dieses so einfach wie möglich. Am Besten ist es, nur eine Spalte, eine Schriftart, ein Bild und nur einen Link zu verwenden.

Das Filtern von E-Mails ist zwar nichts Unbekanntes oder Neues, jedoch hat Gmail mit seinem neuen Inbox-Design diesen Trend nun weiter verschärft. Schon seit Jahren arbeiten Gmail und andere grosse E-Mail-Dienste (z.B. Yahoo, Hotmail) daran, E-Mails in gewollte E-Mail und ungewollte E-Mail (Spam) zu sortieren.

Die Algorithmen, die dafür verwendet werden, basieren auf dem Nutzerverhalten des Users - also darauf, was Ihre Leser mit einer E-Mail machen, sobald sie in ihrer Inbox ist. Wird die E-Mail geöffnet? Werden Links geklickt?  Wird sie als wichtig markiert oder als Spam? Oder einfach ignoriert und ungelesen archiviert?

Natürlich können wir als Absender nicht das Verhalten einzelner Leser beeinflussen. Was wir aber durchaus können, ist darauf zu achten, dass unsere E-Mails nur dort ankommen, wo sie erwünscht sind und dass der Inhalt diese Leser auch tatsächlich interessiert. Denn ansonsten ist der Weg von der Newsletter-Inbox zur Spamliste nur ein Klick entfernt.

Umso wichtiger ist es daher, ein paar einfache, aber effektive Regeln beim Newsletter-Versand zu befolgen:

  • Versenden Sie E-Mails nur an Kontakte, die sich tatsächlich für diesen Newsletter angemeldet haben.

  • Versenden Sie einen Abmelde-Link mit jeder E-Mail.

  • Halten Sie Betreffzeilen kurz und prägnant und achten Sie darauf, dass der Inhalt hält, was der Titel verspricht.

Falls Sie Öffnungs- und Klickraten überprüfen können:

  • Testen und vergleichen Sie Betreffzeilen und Inhalte jedes Newsletters mithilfe von A/B Tests.
  • Nehmen Sie Kontakte, die Ihre E-Mails nicht öffnen, von der Verteilerliste – auch wenn sie sich selbst nicht abmelden.

Schwer erkämpfte Kontaktdaten von selbst aus nicht mehr anzuschreiben, scheint auf den ersten Blick nicht richtig zu sein. Auf den zweiten Blick werden aber zwei sehr gute Gründe erkennbar.

Zum einen entgehen Sie so der Gefahr, an eine Spamtrap zu geraten (und dadurch zu riskieren, dass gar keine Ihrer E-Mails mehr ankommen) und zum anderen werden Sie als Absender auch dann auf die Spam-Liste gesetzt, wenn ein grösserer Prozentsatz Ihrer Leser Ihre E-Mail ignoriert (also nicht öffnet, antwortet oder weiterleitet). Dies gilt auch dann, wenn jeder einzelne dieser Leser sich für Ihren Newsletter angemeldet hat.

Falls Sie ein CRM mit eingebundem E-Mail-Tool haben (wie z.B. das CRM Salsa), können Sie sehr einfach überprüfen wieviele Ihrer Kontakte Gmail-Adressen verwenden. Wir schlagen Ihnen vor, diese Kontakte gesondert anzuschreiben und sie zu bitten Ihren Newsletter Ihrer Haupt-Inbox hinzuzufügen. (Unsere NL-Abonnenten mit Gmail-Adresse werden in den nächsten Tagen daher ein E-Mail von uns bekommen...)

Falls Sie noch weitere Fragen dazu haben - beispielsweise wie man einen erfolgreichen Newsletter gestaltet - oder wenn sich für eine neue E-Mail-Vorlage interessieren, rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir eine Email.