Video ist ein gutes Medium, um Dinge zu erklären. Tutorial-Videos oder Lern-Videos werden im Internet immer häufiger eingesetzt, zum Beispiel um Programme oder Arbeitsprozesse zu erklären. Auch in der Kampagnenarbeit gibt es immer wieder Dinge, die erklärt werden wollen, zum Beispiel Ihrem Kampagnenteam oder der breiten Bevölkerung.
Einleitung
Tutorials dienen verschiedenen Zwecken und können sich mit Computer-/Internetanwendungen oder Offline-Tätigkeiten beschäftigen. Lesen Sie hier, wie Supportvideos für die verschiedenen Bereiche funktionieren und wie sie gemacht werden. Wir zeigen Ihnen die Software, mit der Sie Arbeitsprozesse auf Ihrem Bildschirm filmen können und so ganz einfach selber Tutorials herstellen können.
Mit den heute verfügbaren Programmen können alle ganz viel selber machen - endlich ist es einfach! Wenn Sie ihr Screencast-Programm erst einmal kennen, dauert es nicht mehr länger, dem Kollegen etwas am Computer zu erklären als ein Video dazu herzustellen und es der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen.
Im Gegensatz zu geschriebenen Anleitungen funktionieren Videotutorials viel intuitiver - man sieht am Bildschirm, was zu tun ist und wie es aussieht. Daher fällt es vielen Menschen leichter, der Instuktion zu folgen und sie selbständig umzusetzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Instruktion beliebig oft abspielbar ist. Manche schauen Sie einmal und die Sache ist geritzt. Andere sehen sich ein Tutorialvideo bei Bedarf immer wieder an, um ihren Wissenstand aufzufrischen. Gehen Sie voran, sagen Sie's mit Tutorials.
a) Computer- und Internetanwendungen
Supportvideos
Organisationen, Unternehmen und Dienstleistende setzen gerne Supportvideos für interne Zwecke ein. Sie erlauben, Dinge durch das Videoformat leicht verständlich zu machen und bestimmte wiederkehrende Erklärungen jederzeit abrufbar zu halten.
Kommtentar: 37signals, der Betreiber der Zusammenarbeitsplattform Basecamp, hat 500'000 Kunden weltweit. Wir vom Kampagnenforum arbeiten seit bald drei Jahren mit der Basecamp-Plattform. Mit Tutorials zu den Funktionen der Plattform können die Möglichkeiten und Eigenschaften sehr einfach, klar und verständlich erklärt werden. Ein vergleichbares Video kann von einer geübten Person in wenigen Stunden geplant, hergestellt und verbreitet werden.
Dies ist ein eher technisches Tutorial, da aber die Online-Zusammenarbeit für Kampagnenführende immer zentraler wird, ist das Beherrschen der dafür notwendigen Tools von entscheidender Bedeutung. Mit Videos können sie so auch Menschen instruieren, die weit voneinander entfernt wohnen oder arbeiten. Damit die Zusammenarbeit in den diversen Projekten gut klappt ist es zentral, dass alle Beteiligten die Möglichkeiten von Basecamp so gut wie möglich kennen. Übersichtlich auf einer Seite zusammengefasst sehen sie alle wichtigen Tutorials auf einer Seite.
Kommtentar: Roman Kern, Online-Campaigner und IT-Crack, erklärt unserem Team das Reparieren von Schriften auf dem Mac. Ein relativ komplexer Vorgang, der so Schritt für Schritt abgearbeitet werden kann.
Das sieht dann so aus wie in diesem Video.
Vielleicht fragen Sie sich nun, was das mit Campaigning zu tun hat. Ziemlich viel, denken wir. Genauso gut, wie sie Probleme mit Computerschriften beheben können, können Sie auch Teile Ihres Kernanliegens in einer Kampagne unter die Leute bringen.
Kommentar: Das Video dient dazu, Menschen das Online-Kampagnentool von Greenpeace zu erklären. Das Tool beschäftigt sich mit dem Erstellen, Editieren und Verbreiten von Online-Kampagnen.
Greenpeace Deutschland hat eine sehr gute Anleitung zur Online-Kampagnenführung mit diesem Screencast produziert.
b) Offline Anwendungen/Praktische Anleitungen
Kommentar: Wahlkampf zugunsten von Verena Diener: Das Video unseres Regiesseurs und Produzenten Peter Haberstich nimmt die Wählerinnen und Wähler an der Hand und führt sie Schritt für Schritt durch den Wahlprozess - bis zum Briefkasten.
Mit über 18'000 Views hat dieses Video ein breites Publikum erreicht. Heute würden wir denselben Spot wahrscheinlich kürzer halten. Die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums wird kürzer und kürzer, danach müssen sich auch die Videos aus unserer Produktion richten.
Kommentar: Auch dieses Video ist etwas lang geraten - die Länge ist wohl durch die ironische Abhandlung des Themas begründet. Der Kern bei dieser Form des Videotutorials ist die Ironisierung, welche den viralen Effekt verstärken soll. Anders als bei den obigen Beispielen ist hier die Verbreitung durch "Tell-a-friend-Funktionen" wichtig. Jede bierernste Abhandlung hat keine Chancen auf aktive Verbreitung. Zum Thema Verbreitung lesen Sie mehr in Teil 4 dieser KF-Videoserie.
Genauso gut wie Aufforderungen zu Online-Aktivität kann ein Videotutorial auch zu Offline-Aktivität einleiten.
Wie man sieht, ist dieses Video mit sehr kleinem Aufwand produziert. Gleichwohl ist es für die Zielgruppe unter Umständen relevant und führt zum von Autor gewünschten Effekt - in diesem Fall zum Kauf eines Buches.
Kommentar: Ein Problem, das die meisten Menschen auch schon getroffen hat ist ein Beziehungsabbruch. Diverse Video-Tutorials nehmen sich dieses Themas an und versuchen, Menschen in solch schwierigen Phasen zu helfen.
Verbreitung
Im Gegensatz zur Verbreitung von Videos die für eine breite Öffentlichkeit bestimmt sind, muss bei Tutorials zunächst bestimmt werden, ob sie öffentlich zugänglich sein sollen. Viele Instuktionen in Organisationen oder Netzwerken betreffen interne Abläufe und sind deshalb mit Vorsicht zu verbreiten. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Verbreitungseinstellungen bei Youtube, Vimeo oder Viddler auf "only my friends" zu setzen. So müssen sich nur alle Nutzer der Tutorials mit der Eigentümerin der betreffenden Videos anfreunden und kriegen Zugang.
Alternativ können solche Videotutorials natürlich auch auf dem eigenen Server zur Verfügung gestellt werden. Bitte beachten Sie dabei die Zahl der Nutzenden, denn der Serverbetrieb kann durch auftretende hohe Lasten beeinträchtigt werden. Für mehr Informationen zur erfolgreichen Verbreitung von Videos lesen Sie auch die anderen Teile unserer Videoserie.
Wie mache ich ein Tutorial?
Alles schön und gut, sagen Sie, aber wie machte ich so ein Video? Muss ich meine Webdesignerin fragen?
Nein - alles ganz einfach mit der richtigen Software.
Wir beim Kampagnenforum sind eingefleischte Mac-User. Wir nutzen Ishowyou HD Pro von shinywithebox.
Quick Time, das bei OS X 10.6 (Snow Leopard) zu den Bordmitteln gehört, erlaubt die Aufnahme von Screencasts, dies aber nur für den ganzen Bildschirm. Für einfache Ansprüche kann das schon genügen.
Für das Erstellen von Video-Tutorials unter Windows oder Linux fehlt uns zwar die praktische Erfahrung, zugewandte Orte empfehlen aber, Screen Toaster oder Screencast-o-matic zu nutzen. Auch zum Gebrauch von Screencast-o-matic hier gleich ein Tutorial-Video.
Wie die obigen Beispiele zeigen, sind die Möglichkeiten um Dinge mit Video einfach zu erklären sehr breit.
Der Knackpunkt ist, dass Sie es ausprobieren und üben müssen. Ihr erstes eigenes Tutorial wird kaum die ganze Welt beeindrucken. Ihr fünftes oder zehntes aber garantiert den ganzen Betrieb oder die Fangemeinde.
Wir helfen Ihnen gerne weiter
Nun hoffen wir, dass auch Sie loslegen und Ihre Erklärungen ohne Mühe verbreiten können. Haben Sie weitere Fragen rund um die schlagkräftige Verbreitung von Videos oder wünschen Sie Beratung für das Seeding oder die richtige Stichwort-Strategie, dann erreichen Sie Peter Haberstich unter 044 500 31 01 oder phaberstich@kampagnenforum.ch.
Gerne entwickeln wir auch Videoideen, welche zu Ihrer Zielgruppe und Ihren Inhalten passen oder produzieren für Sie ein entsprechendes Video.





